"Die Nordlandtour im Sommer 2012"

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Hamburg, Dienstag 03. Juli 2012
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© Peter Bauermann, 2012

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Als letzte Woche Freitag in Arvidsjaur morgens wieder nur 7 Grad waren, ich am Vortag abermals Stunden bei Regen und Wind gefahren war, entschloss ich mich mit der Inlandsbanan bis Östersund 450 Kilometer in den Süden zu fahren. Abends bei der Ankunft war der Himmel so grau wie am Totensonntag im letzten November in Hamburg. Ich fuhr trotzdem noch sieben Kilometer zum Campingplatz in Frösö, da ich dem Campingplatz in Östersund nicht nochmal Geld in den Rachen werfen wollte. Eine Widrigkeit löste die andere am Freitagabend ab und langsam ging mir die ganze Tour nur novh auf den Keks. Samstagmorgen entschloss ich mich, zügig ohne Ruhetag nach Hause zu fahren. Bei 30 km/h Gegenwind quälte ich mich nach Asarna, dort fuhr bei meiner Ankunft die Inlandsbanan weiter nach Mora, ein Zeichen des Himmels dachte ich mir und so fuhr ich kurzentschlossen bis Orsa mit, auf dem dortigen Campinglatz fand ich letztlich doch noch einen trockenen Stellplatz und baute mein Zelt zum vorerst letzten Mal auf. Sonntagmorgen weiter, wieder Wind volle Kanne von vorne und nach zwanzig Kilometern als ich Mora erreichte stand mein Entschluss fest den Rest des Weges so schnell wie möglich mit öffentlichen Transportmitteln durchzuführen. Eine logistische Herausforderung erste Klasse in Schweden mit einem Fahrrad als Anhang. Nach Kristinenhamn fuhr ich mit dem Bus, nahm mir dort auf dem Campingplatz eine Hütte und am Montagmittag ging es mit dem Zug einer Privatbahn umsteigefrei nach Göteborg in einem sehr gemütlichem, uralten Zug der maximal zwei Räder mitnimmt, was aber kaum einer weiss und ich auch nur mitbekam weil ich auf dem auf dem "wer, wie, was - wieso, weshalb, warum - wer nicht fragt und fragt bleibt hier" Trip war. Dank eines sehr hilfsbereiten Busfahrers, einiger netter Schweden, meines geliebten Smartphones, das mir aus dem fahrenden Zug heraus in einer Gemeinschaftsaktion mit meiner Kreditkarte, die letzte Kabine auf der Fähre sicherte und dem Umstand, dass ich mir früher mal dachte ein wenig Englisch zu lernen kann auch nicht schaden, wurde ich in der Cafeteria sitzend mit einen Sonnenuntergang aus Schweden verabschiedet. So unschlüssig wie der Himmel aussah, bin ich auch über die Richtigkeit meiner Entscheidung, aber ich hatte einfach keine Lust mehr mich mit dem Wetter zu messen, im nassen Zelt darüber zu freuen, dass des im Schlafsack zwar kalt aber dieser trocken ist. Die Motivation war irgendwann vom Gepäckträger gefallen. Viele schöne Eindrücke und Begegnungen habe ich mit gebracht von der Tour, einiges des Equipments ging kaputt oder ist verschollen, habe viel gewonnen und reichlich verloren - acht Kilo Gewicht. Ciao bis dann - Riderman


44. Tag - gefahrene Kilometer: heute 9 - gesamt 2.579
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