Dezemberjournal
So, der Dezember ist dann auch in Windeseile durchs Ziel gelaufen und hat das Jahr 2007 hinter sich gelassen. Die Besucherzahlen sind leicht rückläufig, was sich hoffentlich wieder ändern mag. Positiv ist, dass sich eine zwar kleine aber konstante Fangemeine gebildet hat die uns mental unterstützen. Riderman schwankt zwischen Euphorie und Vorfreude einerseits und teilweise leicht bis mittleren Zweifeln anderseits. Als Riderman über Weihnachten eine fiebrige Erkältung gezogen hatte, bedrückte ihn der Gedanke an eine Erkrankung kurz vor oder während der Reise schon sehr, man muss wissen Riderman ist „gelernter Hypochonder“ kommt aber mittlerweile recht gut damit zurecht und der Optimismus siegt letztlich schon. Der Gedanke, die Tour könnte wegen einer Erkrankung oder Verletzung nicht stattfinden und die ganzen Investitionen an Zeit und auch Geld wäre für die Katz gewesen kann schon manchmal sehr bedrückend sein. "No risk, no fun“, ist dann letztlich der befreiende Zauberspruch. Fury war in der Werkstatt, die Hinterradnabe leckte nach so vielen tausend Kilometern minimal, was zwar nicht sonderlich tragisch ist aber für die siebentausend Kilometer im Sommer muss schon alles ok sein. Der Simmering wurde ausgetauscht und abgedichtet. Das Hinterrad wurde dazu ins Rohloff-Werk eingeschickt und die ganze Aktion dauerte erfreulicherweise keine drei Tage, solider Service. Der Verkäufer des Radladens war vor Jahren mit einer Gruppe per Rad zum Nordkap gefahren und bot uns bei Bedarf beraten an. Service und Wüste, Riderman’s großes Thema, zur Zeit wieder topp – aktuell; zwei namhafte Firmen es würde viel zu erzählen geben – ein andermal. Ansonsten war der Dezember geprägt von der Vorweihnachtshektik, besonders in der Service – Bastei, für eine 100 Kilometer Radtour hat die Zeit aber trotzdem gereicht, abends wurde es richtig kalt und die Schutzhandschuhe konnten erneut überzeugen. Auch die Lichtanlage ließ nichts zu wünschen übrig. Ein Kumpel aus alten Kreis Steinburg Tagen hat sich nach Jahren gemeldet, was Riderman mehr als viel gefreut hat. Der zum Kaffeefairtrinker konvertierte "Motorradrider" hat eine Folgebestellung getätigt, was mit dazu beiträgt, dass sich ein Kind in der „dritten Welt“ – ich sehe nur Eine – nun auf die Schulferien freuen kann und die Fingerchen zum Melden im Unterricht - und nicht zum Kaffeebohnen pflücken - nützen kann . Ein kleines Beispiel für eine gerechtere Welt, den Kaffee gibt es mittlerweile auch in „normalen Lebensmittelgeschäften". Heinrich Heine sagte mal: „Geld rollt weg - Bildung bleibt“ Die Fertigstellung der Thermobox verzögert sich noch etwas da, bedingt durch akuten Knoblauchmangel, die Erprobung der optimalen Klebetechnik in den Geheimlabotorien in der Abgeschiedenheit der Bergewelt Transelvaniens zur Zeit nur in den hellen Tagesstunden stattfinden kann. An der Alster in Hamburg haben wir unseren alten Freund Jonathan getroffen. - Journalverzeichnis - |